Herzlich Willkommen
auf der Internetseite des ehrenamtlichen Löwenstein-Forschungsvereins in Mössingen. Wir wollen die Lebensleistungen von Artur und Felix Löwenstein würdigen, wollen die Verbindungen des alten Mössinger Textilunternehmens Pausa zum Bauhaus in Weimar und Dessau offen legen und wollen dazu beitragen, an die Geschichte der “Arisierung“ der Pausa zu erinnern.
Einladung zur Pausa-Bauhaus-Veranstaltung mit Mitgliedern der Familie Löwenstein
Aus Anlass der Eröffnung der renovierten Tonnenhalle auf dem Gelände der neuen Pausa laden wir am 20. Februar 2011 um 17.15 Uhr zu einer interessanten Veranstaltung ein unter dem Motto „Wie Artur und Felix Löwenstein das Bauhaus in die Pausa nach Mössingen brachten“. Der Löwenstein-Forschungsverein stellt Neuigkeiten zum Thema Pausa & Bauhaus vor. Eröffnet wird die Soirée von Michael Bulander, Oberbürgermeister der Stadt Mössingen: „Die Stadt Mössingen würdigt die Leistungen von Artur und Felix Löwenstein“. – Ihm folgt die Rede der Vorsitzenden des Löwenstein-Forschungsvereins Mössingen, Irene Scherer, mit dem Titel „Die Brüder Löwenstein – Mössingen – Pausa – Bauhaus: Design – Innovationen – Kultur“. Als einen der inhaltlichen Höhepunkte des Abends referiert Richard Scherer (Güstrow) über „Wie das Bauhaus Dessau mit der Löwensteinschen Pausa in Mössingen zusammenarbeitete“. Er trägt die Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg vor. – Danach ergreift Doris Angel, Tochter des Pausa-Mitbegründers Felix Löwenstein, das Wort. „In Erinnerung an unsere Väter Artur und Felix Löwenstein“ lautet ihr Beitrag. Damit eröffnet sie auch das Gespräch mit Mössinger Bürgerinnen und Bürgern. Der Abend wird moderiert von Welf Schröter. Zu den Veranstaltern des Abends gehören der Löwenstein-Forschungsverein, die Stadt Mössingen, der Büchereiverein Mössingen, die Pausa-Senioren und die Ernst-Bloch-Gesellschaft. Gegen 19.30 Uhr endet die Soirée. Die Veranstaltung ist offen. Eintritt frei.
– Siehe Einladung als pdf-Datei.
Sonntag, 20. Februar 2011, 17.15 Uhr, Tonnenhalle Neue Pausa, Löwensteinplatz 1, Mössingen
Einladung zur Tagung „Juden in der Textilindustrie“
Am Sonntag, den 10. Oktober 2010 findet im Bildungshaus St. Luzen in Hechingen eine besondere überregionale Tagung statt, die von der Alten Synagoge Hechingen organisiert wird. „Juden in der Textilindustrie“ widmet sich einem gewichtigen Bereich der Heimatgeschichte des Zollernalbkreises und angrenzender Kreise. Es werden Referate zur hören sein vom Initiator des Themas Karl-Hermann Blickle, vom Landesrabbiner a.D. Dr. Joel Berger, von dem Sozialhistoriker Dr. Uri Kaufmann, von Doris Muth vom Maschenmuseum Lautlingen, von Irene Scherer und Welf Schröter vom Löwenstein-Forschungsverein Mössingen, der die Geschichte der Pausa in Mössingen erforscht, und von Dr. Winfried Hecht vom Stadtarchiv Rottweil. Der Löwenstein-Forschungsverein unterstützt die Veranstaltung und lädt ebenfalls dazu ein. Siehe Einladung (pdf-Datei) und Programm (pdf-Datei).
Der 22. Juli soll ein Tag der regelmäßigen bürgerschaftlichen Erinnerungsarbeit werden
„Vor genau einem Jahr, am 22. und 23. Juli 2009, haben acht Mitglieder der Familie Löwenstein, Nachkommen der Pausa-Gründer Felix und Artur Löwenstein, Mössingen besucht. 73 Jahre zuvor wurden sie von den Nationalsozialisten vertrieben, ihre international erfolgreich tätige Firma Pausa wurde zwangs,arisiert’.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Dieter Schmidt (Rede pdf-Datei) als Vorsitzender des Mössinger Büchereivereins die Teilnehmer der Veranstaltung „Erinnerung an den Besuch der Löwensteins in Mössingen vor einem Jahr“ am 22. Juli 2010 in der Stadtbücherei Mössingen. Der Löwenstein-Forschungsverein, der Büchereiverein und die Ernst-Bloch-Gesellschaft hatten zu diesem öffentlichen Abend geladen. Die Vorsitzende des Löwenstein-Forschungsvereins, Irene Scherer, stellte der Mössinger Öffentlichkeit dazu eine neue Initiative des Vereins vor: Der 22. Juli solle ein jährlich wiederkehrender Tag des bürgerschaftlichen Erinnerns werden. Vgl. Presseinformation (pdf-Datei)
Jan Robert Bloch
Der Partner des Löwenstein-Forschungsvereins Jan Robert Bloch starb an Christi Himmelfahrt
Mit großer Trauer und Bestürzung hat der Löwenstein-Forschungsverein Mössingen vom plötzlichen Tod des Naturwissenschaftlers Dr. Jan Robert Bloch erfahren. Er starb an Christi Himmelfahrt im Alter von 72 Jahren in Berlin.
(Pressemitteilung des Löwenstein-Forschungsvereins vom 14. Mai 2010)
Siehe auch Frankfurter Buchmesse
Löwenstein-Forschungsverein hat zwei wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat zwei Förderanträge des Löwenstein-Forschungsvereins bewilligt. Der Verein hat in mehreren Beratungen die Inhalte zweier Forschungsaufträge festgelegt. Zwei Gesellschaftswissenschaftler haben die Aufträge angenommen. Die erste Studie befasst sich mit der regionalen Vorgeschichte der „Arisierung“ der Pausa durch die Nationalsozialisten. Die zweite Studie untersucht die Verbindungen zwischen der Mössinger Pausa unde dem Dessauer Bauhaus Ende der zwanziger Jahre. Die ersten Ergebnisse werden im Juli 2010 öffentlich vorgestellt. (Skizze der ersten Studie) (Skizze der zweiten Studie)
Britische Nazi-Opfer-Organisation „Second Generation“ würdigt Löwenstein-Forschungsverein
Die Organisation „Second Generation“ („Zweite Generation“) ist ein weltweit tätiges Netzwerk für die Nachkommen der Holocaust-Opfer. Die Organisation ist Teil der renommierten „Wiener Library“, eine globalen Bibliothek, in der die Lebensläufe der KZ-Opfer und der von den Nationalsozialisten Verfolgten gesammelt werden. Bei dem Besuch der Löwenstein-Familie nach 73 Jahren in Mössingen am 22. Juli 2009 war auch Ronnie Jacob, der Enkel von Flora und Artur Löwenstein und zugleich Sohn von Lilo Löwenstein, der Schwester von Harold Livingston, in der Steinlachstadt. Seine Erlebnisse und seine Empfindungen hat Ronnie Jacob nun in der Zeitschrift der „Second Generation“ veröffentlicht. (Englische Fassung. Siehe S.1+5+6+7+16)
Harold Livingston gehört zu den Befreiern des KZ Bergen Belsen
„Die überlebenden Gefangenen waren noch im Lager, es war ein grausamer Anblick. Am Eingang des Lagers stellten Soldaten der britischen Armee ein Schild auf. Darauf stand: ,Dies ist ein Beispiel für deutsche Kultur.’“ Mit diesen Worten beschrieb Harold Livingston, ehemals Helmut Löwenstein, der Sohn des Pausa-Mitbegründers Artur Löwenstein, die Tage der Befreiung der KZ-Insassen von Bergen-Belsen. Harold Livingston war nicht der erste, der beim KZ ankam, aber gehörte zu den ersten. Neun Jahre nachdem Harold Livingston im Alter von 13 Jahren mit seinen Eltern, Artur und Flora Löwenstein, im Jahr 1936 von Nationalsozialisten aus Mössingen vertrieben wurde, kehrte er als britischer Soldat nach Deutschland zurück. (Pressemitteilung des Löwenstein-Forschungsvereins vom 12. April 2010)
Tod Jakob Textors
Mit großer Trauer hat der Löwenstein-Forschungsverein die Nachricht vom Tode Jakob Textors entgegen genommen. Er war der letzte noch lebende Teilnehmer des „Mössinger Generalstreiks“ vom 31. Januar 1933 gegen den Nationalsozialismus und gegen Hitler. (Pressemitteilung des Löwenstein-Forschungsvereins vom 3. Februar 2010)
Gedenken an Auschwitz
Am 27. Januar 2010 jährte sich zum 65. Mal der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Gemeinsam mit dem Büchereiverein Mössingen hat der Löwenstein-Forschungsverein eine Lesung veranstaltet, um an diesen Tag zu erinnern. (Pressemitteilung des Löwenstein-Forschungsvereins vom 18. Januar 2010)
Die Tochter Bea Löwensteins starb zu Jahresbeginn
In ihrem 86. Lebensjahr ist nach langer Krankheit die Tochter von Bea Löwenstein und Adolph Lowe, Hanna Ruth Lustig, am Neujahrstag in Hamburg gestorben ist. Bea Löwenstein war die Schwester der Pausa-Gründer Artur und Felix Löwenstein. Der Vorstand des Löwenstein-Forschungsvereins hat den Nachkommen ihre Anteilnahme ausgedrückt.
Ehrenmitgliedschaft für Doris Angel und Harold Livingston
Mit großer Freude haben Doris Angel, Tochter von Felix Löwenstein, und Harold Livingston, Sohn von Artur Löwenstein, als Nachkommen der Pausa-Gründer dem Vorstand des Löwenstein-Forschungsvereins mitgeteilt, dass sie die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Löwenstein-Forschungsvereins gerne annehmen. (Pressemitteilung des Löwenstein-Forschungsvereins vom 9. Dezember 2009)
Internationales Projekt gestartet
Der Löwenstein-Forschungsverein startet zusammen mit den Nachkommen der Familie Löwenstein eine internationale Arbeitsebene, ein Projekt der Erinnerungsarbeit. Projekt 2009-2012
Britische Vereinigung Jüdischer Flüchtlinge würdigt Arbeit des Löwenstein-Forschungsvereins
Mehr als drei Monate nach dem Besuch der Nachkommen von Artur und Felix Löwenstein, den Begründern der Pausa AG, in Mössingen erfährt der Löwenstein-Forschungsverein eine besondere Würdigung. Die britische „Association of Jewish Refugees“ (AJR) berichtet in der Novemberausgabe ihres Journals über den Empfang der Familie Löwenstein in der Mössinger Langgassturnhalle. (Pressemitteilung pdf-Datei) (Auszug aus dem AJR-Journal pdf-Datei).
Doris Angel, Ann Angel, Irene Scherer
Pausa und Bauhaus
Die Geschichte der Beziehungen der Pausa zum Bauhaus kann neu geschrieben werden. Der Besuch der Löwensteins eröffnete neue Blickwinkel. Siehe Pausa und Bauhaus
Harold Livingston und Irene Scherer
SWR-Film über die Pausa
„Viel Stoff“ lautet der Titel des wunderbar gemachten Fernsehfilms des SWR über die Geschichte der Pausa. Der Löwenstein-Forschungsverein beglückwünschte das Team und schrieb: „Damit wird dem Verdrängen entgegengewirkt. Damit ist der große Wunsch von Doris Angel und Harold Livingston erfüllt, das Werk ihrer Väter angemessen zu würdigen und zu ehren. Das ist von allergrößter Bedeutung.“
Jan Robert Bloch schreibt über den Besuch der Löwensteins in Mössingen
Als Ringen um die Moderne beschreibt Jan Robert Bloch – in Anlehnung an das philosophische Werk seines Vaters Ernst Bloch – die Erinnerungsarbeit in Mössingen. Der Text wird im kommenden „Bloch-Jahrbuch 2009“ der Ernst-Bloch-Gesellschaft im Oktober 2009 veröffentlicht.
Netzwerk Gedenkstättenarbeit
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg nimmt den Löwenstein-Forschungsverein in das landesweite Netzwerk der Gedenkstätten-Initiativen auf.